WM-Runde extended

Heute steht ein echter Brocken auf dem Programm: Die Strecke der UCI-Radmasters WM in der erweiterten Form. Heißt: 63 Km, 535 HM, 1,5 L Wasser, ein Müsliriegel und doch einiger Schweiß ;-)

WM-Runde extended

Ich habe wirklich Glück und wieder einen herrlichen Nachmittag erwischt. Strahlender Sonnenschein und 20 Grad zum Start im barocken Kern von St. Johann in Tirol, wo die Tour heute startet. Viel Zeit zum Warmradeln bleibt bei dieser Runde nicht. Schon nach wenigen Kilometern geht es anständig bergauf. Hier, wo die Radmasters jedes Jahr ihren Weltmeister küren, plage ich mich heute. Der Anstieg zur Huber-Höhe sieht zuerst gar nicht so wild aus (dachte ich zumindest immer, als ich am Streckenrand dem Renntross zusah), hat es aber vor allem die letzten Meter gewaltig in sich. Bei der Radmasters WM ist die Huber-Höhe eine der schönsten Stellen für Zuschauer, wie Fahrer. Es herrscht hier immer tolle Stimmung und selbst die Profis der Deutschlandtour, die letztes Jahr hier entlang fuhren, waren begeistert.

Huberhoehe

Bild: UCI Radmaster WM – Huber-Höhe 2008

Nach der Huber-Höhe ist dann ein wenig Entspannung angesagt. Bis Schwendt geht es zunächst ein wenig bergab und dann relativ flach hinaus – Vielen Dank an den Kollegen der RU St. Johann, der mich ein wenig in seinem Windschatten gezogen hat (hätte nie gedacht, wieviel das ausmacht!). In Schwendt folgt dann der nächste erwähnenswerte Anstieg und ich muß den RU-Fahrer ziehen lassen. Nun geht`s rasant bergab bis Kössen, abr die Talfahrt ist nur ein kurzes Intermezzo, denn gleich nach Kössen, geht es schon wieder anständig bergauf. Beissen ist angesagt. Der Lohn der Mühen: Nach dem zwar heftigen, aber relativ kurzen Bergaufstück, gehts dann bis Erpfendorf relativ eben dahin.

WM-extended

Kurz vor Kössen zweigt nun die Original-WM-Strecke nach rechts ab und führt über Kirchdorf zurück zum Ausgangspunkt nach St. Johann in Tirol. Nicht aber für mich. Bei mir heißt es ab Erpfendorf fast 25km kontinuierlich bergauf. Es sind zwar keine wirklich steilen Passagen mehr auf der Strecke, aber das lange, gleichmäßige Berganfahren kostet mich anständig Energie. Bis Waidring geht es auf der B178, einer relativ stark befahrenen Bundesstraße. In Waidring biege ich dann auf die Pillerseestraße, eine schöne Nebenstraße, ab. Entlang dem Pillersee kommt langsam St. Ulrich ins Blickfeld und dann geht es schon weiter bis St. Jakob in Haus. Dann endlich wieder Erholung. Bis Fieberbrunn geht es nun anstädig bergab und die letzten 10 km bis St. Johann in Tirol geht es kontinuierlich bergab. Nach 2 Stunden 20 Minuten bin ich wieder am Ausgangspunkt.

Fazit: Für trainierte Rennradler ist die Tour sicher noch in der Rubrik „Genusstour“ – für mich als Newcomer war es eine anständige Herausforderung. ABER: Ich habe die Tour auch sehr genossen und kann sie wirklich nur weiterempfehlen. Ich würde auch die Richtung wieder so fahren. Ich persönlich finde es angenehmer die Steigungen und Berganpassagen zuerst zu fahren und dann am Schluss eher bergab oder zumindest einigermaßen eben.

Bis zur nächsten Tour – Ganz liebe Grüße Martin

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